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40. saul - 2007-05-25 11:55:45 |
Erwin Scholz
Fiktiver Name einer Kommunikationsguerilla Aktion gegen die MLPD. Mitte 2005 erschien im Internet die Seite von Erwin Scholz und sah zunächst aus, wie von einen Altstalinisten erstellt und bezog sich positiv auf die MLPD. In zahlreichen Gästebucheinträgen wurde auf diese Seite hingewiesen und auch die MLPD hatte gegen diese unerwartete Unterstützung zunächst nichts einzuwenden. Solange nicht von der Parteilinie abgewichen wurde, nahm die MLPD diese Seite durchaus ernst und kopierte auf ihrer Seite sogar seine Grußbotschaft. Das änderte sich als sich sein Gästebuch zu einem unzensierten Diskussionsforum entwickelte, sich vom Standpunkt der Partei zu einer Plattform antikommunistischer Hetze entwickelte und der Parteiführung zudem Alkohol und Drogensucht vorgeworfen wurde. "Beweisbilder" kamen von der offiziellen MLPD Seite und die Partei sah sich genötigt, diese Fotos von ihrer Seite zu entfernen. Dann tauchte noch eine Rote Garde als Parteiinterne Opposition auf und forderte, Schluss mit der Wahlbeteiligung und veröffentlichte ein Onlineflugblatt. Aus dieser Quelle bediente sich auch das Neue Deutschland und veröffentlichte eine Kurzmeldung unter der Überschrift; "Noch echter; Ärger im Hause MLPD" Darauf nötigten Parteimitglieder das ND mit einer gesteuerten Leserbriefaktion zu einer Entschuldigung und die Parteiführung sorgte für die Schließung einiger Gästebücher der Seite von Erwin Scholz, drohte juristische Schritte an und sorgte für die Entfernung eines Beitrags auf Indymedia. Nach der Bundestagswahl mit dem erwarteten Ergebnis für die MLPD offenbarte sich die Erwin Scholz Seite als Satirefake, dafür ging die Debatte im zuletzt erstellten Gästebuch weiter. Diese Aktion zeigte beispielhaft, das sich das Medium Internet jeder Zensur und Kontrolle entzieht und das hier Aktionen möglich sind, die in gedruckter Form mangels Aufmerksamkeit wirkungslos verpuffen würden.
deu.anarchopedia.org/index.php/erwin_scholz |
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39. saul - 2007-05-25 11:53:51 |
Der alljährliche Kommiaufmarsch in Berlin zur LL Demo
und diesmal hatten sich einige wohl eine große Heldentat ausgedacht. Diesmal steht da nicht nur der Stein mit der Aufschrift, die Toten mahnen uns, sondern ein etwas kleinerer unscheinbarer Stein, erinnert an die Opfer des Stalinismus. Dieser wurde wie zu erfahren, nicht nur mit Zustimmung der SPD, sondern sogar der PDS gesetzt. Das auf unserer heiligen Grabstätte? Eine Provokation für jeden gestandenen Kommunisten. Und so nutzen einige die Gelegenheit etwas Müll darauf abzuladen und einen eigenen Schmähbrief abzulegen.
"Auch wir vom bundesdeutschen Militär trauern um die Opfer des Stalinismus!
Um unseren armen erschlagenen Endsieg und um unseren ermordeten Anspruch auf Lebensraum im Osten. .........Um die Tausenden während der stalinistischen Säuberungen am Kursker Bogen und im verfluchten Stalingrad zum Opfer gefallenen deutschen Soldaten."
Na da hat jemand im DDR Geschichtsunterricht gut aufgepasst, seine Kenntnisse der zeitgeschichtlichen Forschung lassen dagegen etwas zu wünschen übrig. Ein Glück, das die toten Kommunisten die weggesäubert, oder den Nazis ausgeliefert wurden, das nicht mehr zu lesen bekommen. Sie müßten sich von ihren "eigenen" Genossen verhöhnt fühlen.
Doch es gibt noch einen zweiten Schrieb der auch satirisch sein soll.
"Wir von der deutschen Wirtschaft trauern um die Opfer des Stalinismus.
Um unser gepeinigtes Recht auf den weizen der Ukraine, um unsere gefolterten Pründe zwischen Maas und Memel. Um all die in den Nürnberger Schauprozeßen verurteilten Geschäftspartnern und Großeltern."
Unnötig das Zeug vollständig zu zitieren, es reicht auch so. Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. Bei manchen Zeitgenossen ist offenbar Hopfen und Malz verloren, man kann doch nicht sein ganzes Leben zum Irrtum erklären und was man einmal gelernt hat, das sitzt. Das der Stalinterror größtenteils die eigenen Genossen traf, wen juckts? Waren eben alles Saboteure und Trotzkisten. Man kann doch nicht auf seine alten Tage noch sein politisches Koordinatensystem in Frage stellen. Na schön, dann nehmt es mit ins Grab. |
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38. saul - 2007-05-25 11:52:48 |
Satire Bei Indymedia
Erfolgreicher Wahlkampf in Sachsen-Anhalt
Marxistin 26.03.2006 23;37
2073 Stimmen für die MLPD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Ein Beweis zielgenauer und weiser strategischer Entscheidungen des Zentralkomitees um Monika- und Stefan Engel. Der Hauptkampfplatz Magdeburg konnte mit 105 gültigen Stimmen eingenommen werden.
Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands
Zentralkomitee der MLPD MLPD Ortsgruppe Magdeburg
Schmalhorststrasse 1c Rita Renner
45899 Gelsenkirchen Martin-Agricola-Strasse 13
39108 Magdeburg
Pressemitteilung
Neue Politiker lassen sich nicht kaufen!
Epochaler Sieg der MLPD in Sachsen-Anhalt. 2077 Stimmen für die Partei des echten Sozialismus.
Stellungnahme des Zentralkomitees der MLPD vom 26.03.2006 - 22.45 Uhr.
2073 Stimmen für die MLPD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Ein Beweis zielgenauer und weiser strategischer Entscheidungen des Zentralkomitees um Monika- und Stefan Engel. Der Hauptkampfplatz Magdeburg konnte mit 105 gültigen Stimmen eingenommen werden. Nur Spötter hatten im Vorfeld der Wahlbeteiligung der sozialistischen Alternative behauptet, die über 1 Millionen Euro, welche die Partei in den flächendeckenden Wahlkampf investiert hatte, sei "herausgeworfenes Geld" gewesen, das den klassenbewussten Arbeitern aus der Tasche gezogen wurde.
Jeder Cent hat zum Erfolg der Avantgarde der Arbeiterklasse beigetragen. Ein epochaler Sieg wurde errungen! 280 Stimmen für die neue Politikerin Ina Korntreff in Wolfen zeigen die Ausstrahlungskraft unserer sympathischen Marxistin-Leninistin. In einer ersten Stellungnahme zu diesem Ergebnis hat Stefan Engel bereits angekündigt, unsere Genossin Ina Korntreff in das Zentralkomitee zu berufen. Unser Mann in Halle, Frank Oettler, erzielte in einem von harten Klassenauseinandersetzungen geprägten Wahlkampf ein Ergebnis von 154 Stimmen. Er ist der Führer des künftigen "Roten Arbeiter Halle". Durchschnittliche Ergebnisse erzielten unsere Nachwuchs-Politiker Rita Renner, Magdeburg (65 Stimmen) und Daniel Wiegenstein (Magdeburg) mit 60 Stimmen. Eine ernsthafte Überprüfung der Eignung des Kandidaten Klaus Fuchs aus Wolfen hat das ZK bereits angekündigt. In einer ersten Stellungnahme von Günter Slave, der unsere parteiinterne Untersuchungskommission leitet, hat dieser Ausgeführt; "Klaus Fuchs hat in der Arbeiterstadt Dessau lediglich 131 Stimmen erzielt. Das ist unter den Möglichkeiten unserer Partei des echten Sozialismus. Offenbar war der Kandidat mangelhaft. Ich werde persönlich eine strenge Untersuchung durchführen, um den Kandidaten Fuchs anzuregen, in Zukunft sein Plansoll zu erfüllen." Die Kritik entzündet sich daran, dass sich in Dessau ganz offensichtlich durch eine kleinbürgerliche Denkweise nicht alle Kapazitäten voll ausschöpfen ließen.
Auch wenn das Ziel von 10.000 Stimmen knapp verfehlt wurde; Der gesamtdeutsche Parteiaufbau macht große Fortschritte. Die Wahlkampfleitung in Händen unseres in harten Kämpfen gestählten und bewährten Genossen Peter Borgwardt hat ihr bestes getan. "Über menschliche Abgründe der Kandidaten weis man ja leider immer erst hinterher bescheid", so Peter Borgwardt in einer Kritik- und Selbstkritik Sitzung der Wahlkampfleitung in Magdeburg am Wahlabend.
Stefan Engel erklärte. "Wir sind die kommende Partei in dieser Republik. Durch vollen Einsatz unserer Mitglieder und Sympathisanten, teilweise unterstützt von eigens angeworbenen Schulklassen, sind die Weichen zum echten Sozialismus gestellt worden. Nun gilt es, die Steilvorlage, die uns die Wähler in Sachsen-Anhalt zugespielt haben, zu nutzen und den Parteiaufbau zu beschleunigen."
Am Wahlabend erreichten die MLPD erste Glückwunsche der Bruderorganisationen aus Peru und von den Philippinen.
Der Wahlkampf der MLPD hat den Menschen geholfen, ihre negativen Erfahrungen mit der SED tiefgehend aufzuarbeiten, und viele haben sie als marxistisch-leninistische Partei neuen Typs kennen und schätzen gelernt. Sie konnten erleben; Bei der MLPD gibt es keine leeren Dogmen, keine Unterdrückung von Kritik, bei der MLPD zählt das selbständige Denken und Handeln der Mitglieder, bei der MLPD sind die Menschen das Wichtigste.
Jörg Weidemann, Pressesprecher
de.indymedia.org/2006/03/142273.shtml |
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37. saul - 2007-05-25 11:47:05 |
Der rote Mullah ausm Pott
In der Ruhrperle Duisburg, deren heutiges Erscheinungsbild beklemmender Weise an ein Kaff aus der ostdeutschen Tiefebene im Jahre 1995 erinnert, hat sich für seinen Altersruhestand der Rentner, um den es heute gehen soll, eine Beschäftigung auserkoren, die man aufgrund ihres Dünschissgehaltes eigentlich schnell mal mit solch illustren Hobbys wie Modelleisenbahntuning oder Strebergartenpflege verwechseln könnte… Wenn, ja wenn nicht seine alltägliche Tagelöhnerei den Radius des heimischen Bastelkeller oder Vorgartens überschreiten würde.
So beginnt der Text im Bad Block über einen der letzten aufrechten Kommis. Hierbei handelt es sich um Günter Ackermann der über einen Rechner mit Anschluß verfügt und auf diesem posaunt er im Takt einer Kalaschnikow als Betreiber der Hatepage Kommunisten Online Fatwas gegen Meinungsgegner und seine praktisch gehaltenen Bauanleitungen für die nationale sowie internationale Politik in die Welt.
Wenn er dies in seinem Kopf, Keller oder Vorgarten behalten würde; kein Problem. Eher ein Thema für die Kollegen von Psychologie Heute oder der Apotheker Rundschau…
Nett geschrieben, was nicht allzu schwer sein sollte, der schwer ackernde Mann ist in der Tat eine Witzfigur für sich. Früher hatte er noch seine Parteigenossen mit denen er es zwar nicht lange aushielt, aber wenigstens gab es noch organisierte Zusammenhänge. Nachdem diese sich in Wohlgefallen auflösten rettete den guten Ackermann ausgerechnet das von den Amis in die Welt gesetzte Internet vor dem sinnlosen und einsamen Studium seiner gesammelten Schriften im Keller. Nun kann er seine Erkenntnisse der Welt vorstellen und virtuelles Feuer und Schwefel über die Ungläubigen und von der reinen Lehre abgefallenen ausschütten das es nur so funkt. Und genau das macht er mit einer Begeisterung, als ginge es um Existenzfragen oder wenigstens um die Revolution. Da ist er nicht zu bremsen und mit ideologisch richtiger Linie schüttet er seinen Zorn über jeden der nicht zu den wahren Göttern betet.
Als Einzelkämpfer, endlich ohne innerparteilichen Fraktionszwang, konnte er - von seinem messianischen Eifer ergriffen - nun selbst Fatwa um Fatwa weltweit kostengünstig verbreiten ohne auch einmal deshalb die vier Wände seiner Behausung verlassen zu müssen. Im Geiste im Schützengraben hockend, schießt er seitdem via Internet auf Trotzkisten, Anarchisten, Zionisten und alle die anderen von ihm enttarnten „ideologischen Diversanten“.
Es handelt sich fraglos um ein Phänomen das nur das Internet möglich machen konnte. Ohne etwas Elektronik und Kabelanschluß wäre er gezwungen regelmäßig den nächsten Kopieshop aufzusuchen um da sein Kleinblättchen im Schreibmaschinenlayout zu produzieren und es als Ladenhüter in der letzten linken Buchhandlung verstauben zu lassen. Wer würde für diesen Mist heute noch zahlen? Im Internet dagegen verirrt sich ab und an jemand auf dieser Seite und darf darüber verwundert den Kopf schütteln. Wer das freilich noch ernst nimmt, nun der soll weiterhin sein Hobby pflegen und sich einbilden, mit diesem verstaubten Weltbild, ließe sich doch noch zu eigenen Lebzeiten die Gesellschaft auf dem Kopf stellen. Ohne Internet wüßte kein Mensch was von solchen Leuten und ihren seltsamen Hobbys. Man erinnert sich ja noch an 89 und das Ende der Staatssozialismus. Einzig Albanien stand noch wie ein Fels in der Brandung. Dafür brach der Kommunismus da umso heftiger zusammen. Für die meisten Menschen hier war das erstmal eine weitere Meldung. Dafür gab es aber einige ehemals Beteiligte, die ja mal dieses Leuchtfeuer des Sozialismus ernstgenommen hatten. Und die fragten sich, wie würden wohl die MLer auf sowas reagieren, wenn es sie noch gäbe. Eher ein Insiderwitz, den nur wenige kapieren würden. Es gab aber keine entsprechenden Blätter mehr, wo man das hätte lesen können. Wenn es noch irgendwo im Ruhrpott einige verzweifelte Aufrechte gab, sie hatten noch kein Internet und so mußten ihre verzweifelten Denkschriften über diese Konterrevolution ungehört verhallen. Aber nun haben wir Html und Ackermann der uns dankenswerterweise die Welt erklärt und uns sagt wo es lang geht. Was täten wir nur ohne solch unermüdliche Ackermänner? Auf seiner Seite erfahren wir jedenfalls, wie der aufrechte Kommunist heute das Weltgeschehen zu beurteilen hat, wer Freund und wer Feind ist. Was täten solche Leute nur ohne Internet und vor allem, wie konnten sie früher überleben?
bad-blog.com/2006/11/15/der-rote-mullah-ausm-pott
www.kommunisten-online.de/Diversanten/sudeltexxt.htm |
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36. saul - 2007-05-25 11:41:03 |
Sexistisch
Was passiert wenn sich Linke auf meine Seiten verirren? Dann nennen sie mich Drecksexist. Da kommt doch Freude auf. Warum das? Dafür gibt s Gründe. Dazu müssen wir etwas in die Vergangenheit zurückgehen. 68 gab es die linke Zeitschrift Konkret und die machte mit Softpornos Auflage. Es war die Zeit, als die APO auch die Spießermoral des Adenauerdeutschlands zum Thema machte. Einer Moral, von der seinerzeit von einer Schauspielerin die Aussage überliefert ist, Menschen vernichten fanden sie nicht obszön, eine nackte Frau schon.
In den 70igern kam mit der Frauenbewegung auch der Zensurfeminismus auf und versuchte Nacktheit erneut zu verbieten. Diesmal mit dem Argument, das ist Frauenunterdrückung und macht die Frau zur verfügbaren Ware. In den USA besonders, zogen Zensurfeministen und Christliche Sekten beim Bilderverbot an einen Strang, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven. Hier führte das dazu, das nackte Frauen und Erotik aus der linken Kleinpresse verschwanden. In einem Fall brachte es eine Druckerin fertig, ein Bild das sie als sexistisch empfand, eigenmächtig auszutauschen. So was war nur in dieser Szene möglich. In jeder anderen Druckerei machst so was nur einmal. Am härtesten wütete diese Zensur in den 80igern. Lachhaft harmlose Bilder die sich gelegentlich in der TAZ verirrten, führten zu wütenden Leserbriefen und Androhung von Abokündigungen. Am Bilderverbot in der Autonomenpresse hätte jeder Islamist seine helle Freude haben können. Aber auch da verirrten sich mal entsprechende Bilder, etwa wenn sich die Besetzter nackt auf dem Dach ablichten ließen und mit ihren Körpern TUNIX formten.
Natürlich gab es noch eine andere Welt die sich nicht um diese Szeneregeln kümmerte, ob Kunstbereich oder Foto, klar war da Akt nach wie vor Thema und Arbeitsfeld, in der Werbung ohnehin.
Mitte der 80iger spaltete sich ein Teil der Stadtzeitungen von der Szene und wurde marktgerechter. Bei Scheibenbesprechungen von Sängerinnen war s üblich, das Cover zu drucken und wenn diese gut aussah, gehört das eben zur Plattenwerbung. Auch sonst setzten sich diese Stadtmagazine von der Szene ab und pfiffen auf deren Regeln. In der Zeit kam der inhaltsleere Begriff Sexismus auf, ein Totschlagbegriff zur beliebigen Verwendung. Weil niemand wußte was das sein sollte, konnte alles sexistisch sein. Ein wütender Kulturkampf der in der linken Szene tobte aber selten draußen Beachtung fand. Allenfalls wenn in einen Anfall neuzeitlichen Bildersturms Werbeplakate verunstaltet wurden.
Nachdem Mitte der 80iger Writing nach Europa kam griffen Jugendliche zur Dose die nicht aus dieser Szene kamen und von den dortigen Auseinandersetzungen nichts wußten und klar war auch Akt gelegentlich Thema an der Wand und auf Train. Hier sah man deutlich, was für eine Insiderkacke dieses Bilderverbot darstellte. Welchen Grund gäbe es auch für Jugendliche Regeln einer Szene zu beachten, mit der sie wenig zu tun haben, die nicht mal versteht was sie machen?
Darum kümmerte man sich in dieser Insiderwelt wenig, da pflegte man weiter seine Kleinkriege im Kiez, die sich um Sexismusdebatten, BinnenI, Sprachreglungen und notorischen Patriarchatsgeschrei drehten. Allerdings war dies keine demokratische Veranstaltung, diese Regeln wurden von einer Minderheit durchgedrückt, man wurd nicht gefragt. Mit dem Auseinanderbrechen dieser Welt verschwand die Kleinpresse und deren Insiderregeln. Warum die Gesetze einer Welt beachten, die es schon lange nicht mehr gibt und die niemanden was zu befehlen hat? Mit welchen Recht maßt sich eine Minderheit die niemand gewählt hat an, anderen vorzuschreiben was sie sehen dürfen oder wie sie zu schreiben haben? Das ist es, kündige diesen Spinnern die Gefolgschaft und sie haben keine Macht mehr über deinen Kopf, so einfach geht s.
Was das mit Graffiti zu tun hat? Einiges. An der Wand entscheidet man selbst was dran soll, keiner kann dir was verbieten. In der Kleinpresse können sie zensieren wie sie wollen, notfalls den letzten Rest an Verstand der sich noch irgendwo versteckt.
Seitdem auch die übriggebliebene bzw. neu dazu gekommene Linke online vertreten ist, ist dieser fast vergessene Unsinn auch online zu finden. Hier verteidigen sie erbittert die letzten Stellungen und auf ihren Seiten wird munter weiterzensiert. Ausgerechnet im Internet! Schon auf den Startportalen der Provider ist Zensurwürdiges an der Tagesordnung, dazu muß man nicht erst nach Sexseiten suchen. Linke Seiten kann man problemlos unter Familienfreundlich!! einordnen. Wie entstehen eigentlich Familien? Was die können kann ich mittlerweile auch, halt eine Seite zusammenbauen und so wie an der Wand entscheidet man auch hier selbst über den Inhalt. Hier haben sie dir nichts zu verbieten, hier hat s sich auszensiert.
Es ist eben das Übliche an Anpassung, wenn du zu uns gehören willst, dann halt dich an "unsere" Gesetze. Da wirst nicht gefragt und es wird auch nicht nachgehakt wo sie herkommen und wie das entstanden ist , das ist eben so. Das hast auch in der Writerwelt. Sicher gibt s da auch Regeln und die haben einen Hintergrund. Warum besteht die Regel, wer ein Going Over macht, muß besser sein? Es sind eben die Insiderregeln in halblegalen Welten, weil niemand zu den Bullen gehn kann um das anzuzeigen. Wär witzig, der hat in mein Bild reingecrosst, käme einer Selbstanzeige gleich. Da muß unterschieden werden, zwischen sinnvoller Übereinkunft und Regeln die sich zu unhinterfragbaren Dogmen verselbstständigt haben. Dazu gehört fraglos das linke Bilderverbot, das nur noch dazu dient, das neu Dazugekommene sich anpassen
PS; Bei Yahoo bist ja erstmal gut aufgehoben. Warum ich besser keinen Host bei einen linken Server hab liegt auf der Hand. Sie würden mich 8kantig rausschmeißen. Das müssen nichtmal die Frauen sein, wenn vorhanden. Die Männer würden hier im vorauseilenden Gehorsam handeln. Zum Glück haben die Linken nicht überall das Sagen, wie dann die Welt aussehen würde? Sie haben s immer noch nicht kapiert, die Alternative zu diesen Raubsystem kann nicht in Zwang und Zensur bestehen, diese Alternative hat sich selbst entsorgt.
PS 2; Echo aus dem Sumpf. Was für ein Frauenbild jemand im Kopf haben muß der solche Bilder ins web setzt? Über solche Wertschätzungen kann man sich nicht beklagen. Es ist genau der Zensurfeminismus aus finsteren Tagen, der alles verbieten wollte. Seltsam das 100 Jahre alte Fotos als Provokation empfunden werden und das 2004. Könnt auch fragen, was diese Schreiberin für ein Frauenbild im Kopf hat. Das Internet scheint für Auseinandersetzungen geeignet zu sein, die sich draußen schon längst erledigt haben.
Siehe;
de.indymedia.org/2002/04/20653.shtml
Graffiti unterm Abrißbagger
de.indymedia.org/2003/01/39140.shtml
Aktionen gegen Werbung |
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35. saul - 2007-05-25 11:40:23 |
HumorlinkE
Wie hat es die Linke mit Humor? Seltsame Frage, viele Cartoonisten kommen doch genau daher. Der bekannteste Vertreter dürfte Seyfried sein. Genau da fängt es schon an. Wo war der vorher? In einer K Gruppe und das sah man auch an seinen Zeichnungen, in denen er einige seiner Erfahrungen und wohl auch seinen Frust verarbeitete. Etwa, wenn das ZK geschlossen im Handwagen sitzt und nur noch auf den Idioten wartet, der die Karre zieht. Seyfriedcartoons zierten in der Folge auch stets linke Plakate und Kleinblätter.
Trotzdem gab es in der linken Presse nur wenige Highlights an Cartoonisten. Die TAZ hatte mal einen Spitzenzeichner. Das war eher die Ausnahme, sonst hast auch hier das Grundproblem. Entweder können sie nicht zeichnen oder keine wirklich witzigen Bilder gestalten. Oft genug können sie beides nicht und wenn dann noch der Inhalt daneben ist, dann wird es endgültig ungenießbar.
Oder es läuft wie seinerzeit beim KBW, der tatsächlich einen fähigen Zeichner hatte, aber wenn man die Parteiinhalte humorvoll umsetzen muß, dann geht s nur mit dem Holzhammer.
Natürlich gab es auch die professionellen Satireblätter die dafür zuständig waren und sind. Hier gab es einige Zeichner, eher Beobachter der Szene die ihr den Spiegel vor die Nase hielten. Mein progressiver Alltag wurde nicht von allen geschätzt, manchmal ist die Wahrheit unerträglich.
Das ist aber nur der graphische Teil des Humors. Wie steht es sonst mit Humor bei den linken Sauertöpfen? Linke und Humor ist ohnehin ein Thema für sich. Was gibt es da zu lachen? Hier wird nicht gelacht, wir haben ernsthafte Probleme zu bewältigen, führen einen harten Kampf gegen das Schweinesystem, gegen die weltweite Ausbeutung und das Plakat muß auch noch fertig werden. Auf s Transpi müssen noch die Heiligen und Märtyrer und über die macht man eh keine Witze.
Was sich feststellen lässt, auch Linke dürfen Humor haben. Den hatten sie auch als sie links wurden, als sie noch neugierig auf die Welt waren und dann in die entsprechenden Organisationsstrukturen reinfielen. Spätestens da wurde ihnen der Humor ausgetrieben. In solchen Zusammenhängen gab es viel Arbeit, viel Frust, viel Theorie und Bleiwüsten aber wenig zu lachen.
Den Humor fanden sie erst wieder, als sie es schafften, die Politik nicht mehr so bierernst zu nehmen und ihren Parteigöttern und Autoritäten den Gehorsam aufkündigten. Dann ließ sich wieder über das Allerheiligste lachen. Das ist das Kennzeichen aller Glaubensgemeinschaften. Nichts fürchten sie mehr als das befreiende Gelächter über ihre Standbilder und unantastbaren Dogmen.
Bei den bestimmenden Themen der 80ziger, Atomkraft, Atomkrieg und dann geht noch die Umwelt am Arsch, sah es eher nach Weltuntergang als nach Humor aus. Da kam der Anhalter gerade recht, man wollte über Katastrophen wieder lachen können. Und wie der Anhalterleser weiß, da geht s gleich richtig zur Sache. Mit solchen Kleinigkeiten wie Erderwärmung und Ozonloch halten wir uns gar nicht erst auf, wir sprengen gleich die Erde ins All.
Am Humor erkennt man ob man fanatisch verbissen drinsteckt oder einen Teil seiner Hirnschale noch das freie Denken erlaubt. So war es auch kein Zufall, wenn die islamische Welt über die Karikaturen einer dänischen Zeitung mit Feuer, Schwefel und Verdammnis in den Krieg zog. Über das Allerheiligste macht man keine Witze.
So war es auch kein Wunder, wenn sogar Linke sich nicht zu blöd vorkamen, für den gesteuerten Volkszorn in den moslemischen Ländern ihr Verständnis zu bekunden. Humor hat seit einiger Zeit bekanntlich auch pc zu sein. In Zeiten der political correctness lässt sich nur schwer zeichnen. Klaus Stuttmann mußte es erfahren als sich die Irren ausgerechnet auf den stürzten und sein Guestbook zum Hassforum verunstalteten.
Themenmäßig gibt es ungeschriebene Regeln die zu beachten sind. Über die Amis, Israel, den Imperialismus, und den Kapitalismus darf stets hergezogen werden. Sowas geht immer. Über die vorgeblich Schwachen und Unterdrückten macht man keine Witze. Über Minderheiten wird nicht gelacht, die haben es ohnehin schon schwer genug ihre Töchter vor Schwimmunterricht und Sexualaufklärung in der Schule zu schützen.
Tatsächlich gibt es auch, oder gerade über die Linke viel zu lachen. Schauen wir uns das Bild von Alice Schwarzer an. Das Gesicht des Feminismus. Auf dem Foto scheint sie zu grinsen. Was tatsächlich zu sehen ist, da muß sich jeder Gesichtsmuskel zwanghaft dran erinnern wie man in die Kamera grinst und was rauskommt ist nur noch physiognomische Verunstaltung. Das alltäglichere Gesicht der Feministen sieht anders aus, man fürchtet stets, sie würden über ihre heruntergezogenen Mundwinkel stolpern.
Das lässt sich auch von weiteren Zeitgenossen behaupten, und es fehlt nicht an Gestalten die zu ihrer eigenen Karikatur geworden sind. Man muß sie sich nur live auf der Straße anschauen, der altlinke Trotzkistenblattverticker auf der Studentendemo deren Teilnehmer vom Alter her seine Kinder sein könnten. Oder den Pseudoautonomen mit hochgezogenen Pallituch der noch nicht gemerkt hat, das sein Vorbild von 80 längst fett als Artdirektor in der Werbeagentur hockt.
de.geocities.com/saulfrankfurt/bildhumor.html |
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34. saul - 2007-05-25 11:39:40 |
MeinungsFREIheit
Hat sich s gelohnt? Rückblickend gesehen stellt sich schon diese Frage. Früher gab s schon Gelegenheiten, da wollt man den Mund aufmachen. Wieder irgendwelchen Dreck gelesen und da hattest schon mal den Wunsch zu antworten, denen mal die Meinung zu geigen. Nur wie? Einen Leserbrief schreiben? Vergiss es, Zeitvergeudung. Das mußt nicht unbedingt die große Presse sein, selbst in Kleinblättern konnt das oft genug vorkommen. Soll heißen, wer hat diesen Unsinn verzapft? Doch selbst da machst dir nicht die Arbeit, hinzuschreiben, auch noch für zu bezahlen und von dem Text nie wieder was zu sehen. Wußtest doch schon vorher, das es nie gedruckt wird.
Da sind wir ja heute weiter. Elektronisch ist das um einiges leichter geworden. Doch auch hier gab es erstmal Sperren zu überwinden. Da wäre also erstmal die Technik mit der man sich vertraut machen muß um im www die Schnauze aufmachen zu können. Ist das geschafft, dann stellt sich die Frage, wohin damit. Da stellst schnell fest, es gibt offene Seiten wie Guestbücher oder Foren, die aber auch Sperren enthalten können, sei s das Einträge erst freigeschaltet werden müssen, oder das man sich anmelden muß. Es gibt aber auch offene Seiten da kannst erstmal reintippen. Doch es sind nicht deine Seiten, da kann zensiert werden und wenn man nicht dem Mainstream entspricht, kann das schon mal vorkommen. Oder sogar recht oft und das kann schon erwas frustig werden.
Das kann auf linken Seiten fix passieren, wenn man dem widerspricht, was da als vorgeblicher Konsens gilt, oder auch als blindes Dogma.
Da hilft eben nur, sich etwas genauer mit dem Medium zu befassen und zu sehen, wie kommt man zu einer eigenen Seite, wie benutzt man die Technik und wie funzt das alles.
Kostenlosen Webspace zu finden macht Laune und hast es geschafft, da eine Seite mit einigermaßen ansprechenden Erscheinungsbild zu bauen, dann hast zumindest eine Heimat in den Weiten des www gefunden. Selbst wenn sich nicht viele User hierher verirren sollten, hier hast einen Ort, wo dir niemand das Maul stopft. Hier mach ich was ich will und pfeif auf den Mainstream. Hier könnten dir allenfalls Hacker den Mund verbieten, doch die verschwenden ihre Zeit nicht mit unbekannten Kleinseiten, die haben Seiten mit anderen Zugriffen im Blick.
Nun auf deinen Seiten bist Administrator und entscheidest selbst was reinkommt und wie es aussehen soll. Hört sich doch gut an, Administrator, wo sonst kann man sowas von sich behaupten?
Dafür hast dir den Arsch abgearbeitet, von der verfeuerten Kohle wollen wir gar nicht erst reden.
Was hats gebracht? Nun wenigstens das Gefühl der weitverbreiteten Dummheit etwas entgegengesetzt zu haben. Wenigstens ein Ort, an dem du nicht die Klappe gehalten hast. Ist zwar denkbar, das man sich hier auch nur was vormacht und in all dem Wortmüll der das www heimsucht geht ein sinnvoller Gedanke schnell unter, aber besser als den Mund zu halten und den Schwätzern das Wort zu überlassen. |
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33. saul - 2007-05-25 11:37:34 |
Linke im Internet
Als die Linke das Internet entdeckte war ihnen schnell klar, was hier zu tun ist. Na eine Seite erstellen und ihre sonst nur auf Graupapier lesbaren Texte der Netzwelt vorzustellen. Die Möglichkeit, Aufrufe und Infos zu verbreiten, die sich von jeden Rechner mit einen Klick aufrufen lassen und nicht erst mühsam als Flugblatt in begrenzter Auflage an einer begrenzten Insiderszene zu verteilen, war erstmal faszinierend.
Beeindruckend war das Medium natürlich auch für die übrig gebliebenen Kleingruppen, die hier die Möglichkeit sahen, ihre dogmatischen Inhalte, die bisher nur auf kleinen Zeitungen standen, von deren Existenz nur noch wenige wußten und die noch weniger lasen, einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
Ob ML Sekten, Stalinisten, Feministen, Altlinke Veteranen und der ganze übriggebliebene Politmüll aus den 70igern und 80igern, eines hatten sie gemeinsam.
Sie betrachteten das Internet nur als eine elektronische Propagandaplattform. Was sie erst hinterher begriffen, hier geht es etwas anders zu als in der Printwelt und das konnten sie auf den offenen Seiten wie Indymedia oder auf Foren schnell und schmerzhaft feststellen. Die User machten von der Möglichkeit, schnell und einfach widersprechen zu können, munter Gebrauch und die Altlinken bzw. ihre bekloppten Nachfolger, stellten zu ihrem Entsetzen fest, das hier ihre ewigen Gewissheiten und unantastbaren Dogmen hinterfragt wurden und sahen sich auf einmal gezwungen, diese zu begründen. Das waren sie vom Medium Papier gar nicht gewohnt. Da konnten sie vorher munter schreiben, Behauptungen aufstellen und ihre Parolen verkünden. Keiner widersprach und so konnten sie glauben, das ist alles so, weil das so ist und war schon immer so. Wer sollte auch widersprechen? Da waren sie ohnehin unter sich und wer das anders sah, machte sich nicht die Mühe einen Leserbrief zu schreiben und zu wissen, das ist ohnehin Zeitverschwendung. Bestenfalls die notorischen Leserbriefschreiber der Taz, nur Leserbriefschreiber waren schon immer eine eigene etwas seltsame Welt für sich.
Im Internet lassen sich zwar die seltsamsten Inhalte veröffentlichen, aber man kann sie auch schnell der Lächerlichkeit preisgeben. Deswegen sollt man sich nicht wundern, wenn nur wenige linke Seiten interaktiv sind. Oder wenn, dann mit Vorzensur. Sicher hat auch der Neonazimüll dazu beigetragen aber vor allem die Einstellung, wir reden nur mit denen die ohnehin zustimmen. Kritik betrachten sie als Gotteslästerung, besonders wenn ihre Gewissheiten hinterfragt werden die unantastbar fett als Parole auf dem Transpi oder als Abschlußforderung im Flugblatt in Fettschrift stehen.
Was ihnen am bittersten aufstößt, sie können zwar auf ihren Webspace zensieren, aber sie können anderen nicht so einfach den Mund verbieten. Man kann sich selbst Webspace verschaffen und da machst was du willst. Technisch gesehen, ist auch eine "kleine" Seite nur einen Klick von einer "großen" Seite entfernt.
Genau das ist der Unterschied zur Printwelt. Hier geht es eben nicht um die Auflage. Eine große Seite unterscheidet sich von einer kleinen unbekannten Seite nur durch ihre Bekanntheit und durch die Zugriffe. Entscheidend ist, beide sind mit geringem Aufwand abzurufen.
Die Suchmaschine wertet nicht nach Inhalten und wer Infos über einen bestimmten Verein sucht, bekommt nicht nur diese Webseite, sondern möglicherweise auch Links zu seinen Kritikern geboten.
Willkommen in der Wirklichkeit könnte man sagen, aber was ist Wirklichkeit?
Wer die Welt der Linken kennt, wird sich erinnern. Eine Insiderwelt, in der sich die Beteiligten vorwiegend mit sich selbst befassen und auch vorwiegend unter sich bleiben wollen. In linken Zentren grassiert der Dresscode, genauso auf bestimmten Demos. Man will unter sich bleiben und in seinen Vereinsblättchen ohnehin, die man schon deswegen kaum als Öffentlichkeit betrachten kann, weil sie ohnehin nur von Insidern beachtet werden und auch nur von denen gelesen werden sollen.
In den wenigen Zentren wo solches Graupapier rum liegt, traut sich kein normal aussehender Mensch rein, soll wohl auch nicht. Die Flugis werden ohnehin nur an die eigenen Leute verteilt. Klingt seltsam, man sollt doch glauben, sie wollen wenn schon Öffentlichkeit, doch möglichst viele erreichen. Irrtum, das konnte ich mal erleben, als mir eine Frauendemo vor längerer Zeit über den Weg lief. N Flugblatt gab es zwar auch, aber nur für Frauen. Hier hattest den Beweis, das Zeug soll nur an die Zielgruppe gehen, dem Rest haben wir ohnehin nichts mitzuteilen.
Man erinnert sich, man blieb unter sich, unter denen die ohnehin mit allem einverstanden waren, bewegte sich nur in Orten, wo man seine Leute traf und schottete sich von der bösen normalen, sexistischen, bürgerlichen Außenwelt ab. In Großstädten funktioniert sowas recht gut und da kann man sich einbilden, diese Welt in der man lebt, ihre Regeln und Bestimmungen seien von allgemeiner Gültigkeit.
Umso größer der Kulturschock wenn solche linken Kieztrottel doch mal mit der normalen Welt konfrontiert werden, die keine Interim liest und sich nicht um ihre Sexismusdebatten kümmert.
Das ist ihnen im Internet auch passiert und wer mal ihre Hassausbrüche erlebt hat, wenn ihre heilige Gewissheiten in Frage gestellt werden, der fragt sich doch, ob man es hier nicht mit Gestörten zu tun hat. Soll heißen, wir haben Recht, wir hatten schon immer recht und kämpfen gegen eine übermächtige Welt. Und da kommt einer angeschissen und fragt nach Gründen? Da rasten sie aus, da kommen offenbar verdrängte Aggressionen hoch.
Na eigene Dummheit. Was suchten sie auch im Internet? Wären besser in ihren Kiez bei ihren Vereinsblatt geblieben, da würde sie niemand stören. |
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32. saul - 2007-05-25 11:36:59 |
Politdeutsch
Einige werden sich noch an den sprachverunstaltenden Irrsinn der Frauenbewegung erinnern, der sich innerhalb linker Kreise breitmachte. Von der Theorie ausgehend, die Sprache ist sexistisch und dagegen muß "Mensch" was tun. In der Taz breitete sich dieser Unsinn aus, man wurde durch Mann/Frau ersetzt, das berüchtigte BinnenI breitete sich aus und wurde von der Kleinpresse übernommen. Irgendwann wurde das zu einen Sprachcode, der nur noch dazu diente, zu zeigen, wer dazugehört und wer nicht. Da war es nur konsequent, wenn neu in die Szene gekommene diesen Sprachcode selbst dann noch beachteten, als den selbst die TAZ aufgegeben hatte und er nur noch als Satirevorlage taugte. Als schon der Witz, liebe Kinder und Kinderinnen zur Grundausstattung jeder Komedieshow gehörte. Gelegentlich wurde es wirklich lachhaft, wenn versucht wurde in Fällen geschlechtsneutral zu schreiben, wo eindeutig klar war, das nur Männer oder Frauen beteiligt waren.
Unerträglich witzig wurde es dann, wenn Linke in einer Ansprache versuchten, so zu reden und dabei regelrecht das Sprachzentrum ihrer Hirnwindungen verbogen, da hätte grad die Antifolterkommission eingreifen müssen. So kann einfach niemand reden. Sowas unterbricht den Sprachfluß und eine derart gehaltenen Rede klingt unfreiwillig komisch.
Dieser Unsinn ist ja erstmal nichts als Ideologie. Ihren Hintergrund hat sie in der Erfahrung frustiger Politarbeit und der Feststellung, die sich irgendwann nicht mehr übersehen ließ, das man eben nicht die Verhältnisse auf den Kopf stellen kann. Das man mit Politik nur wenig bewirkt. Kann man die Verhältnisse nicht ändern, dann wollen wir wenigstens bestimmen, wie darüber zu reden ist. Können wir die Welt nicht verändern, dann wollen wir wenigstens die Definitionsmacht behalten. Das dies ohnehin nur innerhalb einer kleinen Szene durchzusetzen ist stört nicht weiter.
Dummheiten sind zählebig. Als schon die TAZ diese Sprachverbiegung eingestellt hatte, breitete sie sich zunächst in der Kleinpresse weiter aus. Nachdem die Kleinpresse verschwand bzw. im Internet Wiederauferstehung feierte, ging dieser Quatsch da weiter. Nur mit einen kleinen aber entscheidenden Unterschied. Im Internet kann man dem einfacher widersprechen und so zeigte sich auf Indymedia beispielsweise, wie substanzlos die Basis dieser Ideologie ist. Wer einen als allgemeingültig geltenden Dogma widerspricht, bricht den Bann. Alle halten sich dran, weil sie glauben, das sich alle dran halten. Da reicht es das Zeug mal abzuklopfen und auf einmal stellt die Mehrheit fest, die Sache ist doch recht hohl. Wir haben uns nur dran gehalten, weil wir glaubten, es ist hier eine allgemeingültige Übereinkunft. Eben das ist nicht der Fall, wo steht denn geschrieben das man mit BinnenI zu schreiben hat? Wer maßt sich an, solche Gebote aufzustellen? Hier hast den Fall, wie Dogmen entstehen. Alle machen mit weil sie glauben, das sie es müssen und irgendwann wird nicht mehr nach Gründen gefragt.
Die letzte Lachnummer war ein Faltblatt das für einen Selbstverteidigungskurs für Frauen warb. Da konnten Frauen - nein, nicht Mitglied werden, sondern "Mitfrau."
Hier noch ein Fall unfreiwilligen Humors.
In Wien fand am 8.3. zum Anlass des Frauentags eine stimmungsvolle laute Demo statt. Trotz der Kälte und dem eisigen Wind, war die Stimmung "frauvorragend." Diesen Begriff sucht man im Wörterbuch sicher vergebens. |
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31. saul - 2007-05-25 11:35:45 |
Ideologie
Das Internet macht auch dies möglich, man kann eine Einmannsekte gründen und sein Buchwissen aus mehreren Semester Studium der Blauen Bände der Welt vorstellen und beweisen, das noch ein Aufrechter die Fahne hochhält und der richtigen Linie folgt. Kommunisten online schimpft sich das Projekt. Nun könnt ich fairerweise sagen, ich mach ja auch nicht mehr. Meine Seite ist ja auch nur ein Einmannprojekt. Mit dem Unterschied, das ich hier keine Partei aufbaue oder Ideologische Vorbereitungsarbeit betreibe um auf bessere Zeiten zu warten, um mein Werk dann der neuzugründenden Partei der reinen Lehre vorzustellen, die ja nur darauf gewartet hat.
Was mach ich dann hier? Na Gifart eben und es geht hier einfach nur um Kunst und die Möglichkeit die Technik gestalterisch zu nutzen. Mit sowas brauchst den Ideologen nicht zu kommen, weder kapieren sie was du machst, noch kannst Verständnis erwarten. Grafik hat politisch zu sein, wenn schon. Und natürlich agitativ. Wie scheinbar sinnlose Kunstformen die Welt verändern können, haben die Writer bewiesen. Nicht das ich hier den Urknall erwarte, nur etwas tun kann ich ja ohne gleich unter Erfolgsdruck zu stehen.
Mit sowas brauchst es bei den sauertöpfigen Linken nicht erst zu versuchen. Bei denen reduziert sich Grafik auf das Kopfbanner der Heiligen und rote Fahnen. Ihre historische Möglichkeit hatten sie im Osten und haben sie gründlich versaut. Hier hatten sie eigentlich nie eine reale Möglichkeit, trotzdem gelang es ihnen selbst mit ihren Kleinparteien zu beweisen, das die Umsetzung der Ideologie offenbar doch keine so gute Idee war.
Schau dir die Agitatoren irgendwelcher fast vergessener Sekten an, die im fortgeschrittenen Alter noch das Jungvolk auf Demos mit ihren Sektenblatt beglücken wollen. Da fragst dich, sach mal Freund, kommst dir nicht wie ne tragische Figur vor? Offenbar nicht und warum? Es ist die bescheuerte Einstellung, ich tu ja was. Ich bin noch politisch aktiv und kämpfe für eine bessere Welt, wo die anderen Verräter und Renegaten sich längst vom System kaufen ließen. Es ist die moralinsaure Ideologie die original vom Christentum übernommen wurde, jeden Tag eine gottgefällige Tat und wenn man nur rumsteht und den Wachturm den vorbeihastenden Konsumvolk vor die Nase hält. Linke sind ja nicht zum Spaß auf der Welt, sie haben eine Mission.
Aber zurück zu unseren Online oder Einmannsekten. Warum tun sich diese Zeitgenossen auf ihre alten Tage ;-)) das noch an? Wer diese Welt kennt, hat auch die Antwort. Es ist der altbekannte moralinsaure Legitimationsdruck der Linken. Man hat politisch zu sein, alles was du machst ist politisch und hat die Aufgabe die Menschheit zu befreien.
Dies kann an folgenden Fall deutlich gemacht werden. Industriekultur nennt man das heute und mit dem Verschwinden von Industriearchitektur entstand die Gegenbewegung, wenigstens einiges zu erhalten. Weil so nicht mehr gebaut wird, was abgerissen wird, ist weg und existiert allenfalls noch auf Fotos. Es versteht sich, das dies nicht von den traditionellen Linken kam. Die hatten keinen Blick für Backsteinbau, eine Fabrik war für sie stets der Ort der Ausbeutung und der Aufenthaltsort ihrer Zielgruppe, der Arbeiterklasse, die morgends am Werktor zu inhumaner Zeit mit Flugblätter, Aufrufen und der Parteipresse versorgt werden musste.
Doch die Linke besteht ja nicht nur aus den altgedienten Politautomaten, sollt man doch meinen. Schaut es bei den sogenannten Undogmatischen besser aus? Dazu muß man sich deren Welt genauer ansehen. Wie kann man offen für Neues sein oder kreativ, wenn man nur das Negative der Welt sieht? Wer den ganzen Tag nichts Besseres zu tun hat als das Elend der Welt auf seinen Schultern zu tragen, dem fehlt der Freiraum mal was anderes zu probieren. Das lässt sich locker nachweisen. Als es in den Städten mit Writing losging, waren die meisten Linken die Letzten, die kapierten, was da abging. Es passte nicht in ihr Weltbild.
Das massenhafte Aufkommen der Diggifotos passte auch nicht in ihr Weltbild, das bei Demos nicht fotografiert wird und so sehen sie sich mit der Tatsache konfrontiert, das mittlerweile zuviele ihre Diggi oder Handycam dabeihaben und dieser Machtanspruch auf den Demos endgültig ihrer Kontrolle entglitten ist. Da sie es immer noch nicht raffen wollen, schreien sie im Internet rum, Gesichter unkenntlich machen. Leben immer noch in der Vergangenheit.
Ein weiterer Fall ist naturgemäß der Nahe Osten. Der Islamfundamentalismus war im antiimperialistischen Weltbild nicht vorgesehen. Da gelten immer noch die alten Koordinaten von US Imperialismus und kämpfende Völker. Die Linke ignorierte den Fundamentalismus solang, bis er in die Türme des WTC und ins Internet krachte. Ignorieren ließ es sich nicht mehr, dafür lassen sich die alten Fronten gegen Zionismus, Imperialismus und USA wieder aus der Mottenkiste auspacken. Altbewährtes Weltbild, da weiß man doch was man hat und die US Fahne sieht man doch immer wieder gerne brennen. Erinnert einige wohl an ihre Jugend. Sorry, kleine Gemeinheiten müssen sein.
Eine Frage wäre noch zu beantworten. Diese Erkenntnisse sind mir doch nicht über Nacht gekommen. Das muß ich ja schon länger mit mir rumschleppen. Welche Konsequenz hast draus gezogen und warum nerv ich hier damit? Nun Konsequenzen gezogen hab ich, nur davon war soviel nicht zu sehen und ich hielt meist die Klappe. Wohin auch damit? Nun im Internet nutz ich einfach die Möglichkeit die Klappe aufzumachen, unabhängig davon, wer das überhaupt zu lesen bekommt.
Und ich kann ja nicht der einzige Bekloppte sein. Das seh ich live bei einer Studentenaktion, wo die Parteiblattdealer grad mal ignoriert werden. Na also, es geht doch. |
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